Ab in den Festival­kosmos

Manchmal werden wir gefragt, ob wir eigen sind? Und wie! Und das nehmen wir übrigens als Kompliment. Wie eigen wir sind, zeigt sich an jedem einzelnen OPUSianer. Heute schlüpfen wir in unsere bunten Gummistiefel, legen ein bisschen Glitzer auf und begeben uns mit Romina Baumgarten in den Festivalkosmos. Eine Warnung vorneweg: nach diesem Beitrag habt ihr auch Bock drauf!

1. Du bist vermutlich die unangefochtene Festival-Queen. Heißt es dann regelmäßig Glitzer, Dosenbier und hoffentlich kein Regen? 

Glitzer steht tatsächlich immer hoch im Kurs. Cider schmeckt mir aber besser als Dosenbier. Und was das Wetter angeht … die Hoffnung auf gutes Wetter stirbt immer zuletzt, aber ich habe auch schon apokalyptische Szenarien er- und vor allem überlebt. Da könnte ich so einige Geschichten erzählen.

2. Hast du ein Lieblingsfestival? Was macht es so besonders?

Das ist gar keine so leichte Frage. Mir fallen nämlich eine Handvoll Festivals ein, die ich gerne mag. Davon sind alle recht bunt gemischt, was das Genre betrifft: Indie, Alternative, Rock, Hip Hop, Deutschrap … Mein Lieblingsfestival ist inzwischen das Kosmonaut Festival in Chemnitz. Das hat einfach eine angenehme Größe, liegt direkt am See und man merkt, dass es noch mit Liebe zum Detail organisiert wird. Wenn ich so darüber nachdenke, haben einige meiner Lieblingsfestivals einen See nebenan. Das ist dann quasi Urlaub und Festival in einem – wenn denn das Wetter mitspielt.

3. Wie können wir uns dich vorstellen? Power-Festivalbesucher vs. die Entspannte, die nur zu ausgewählten Acts geht?

Ach, ich bin da ganz entspannt. Ich schaue mir die Acts an, auf die ich Lust habe und verbringe die restliche Zeit irgendwo mit einem kühlen Drink in der Hand auf dem Festivalgelände. Ich habe auf Festivals schon viele tolle Leute kennengelernt. Da erfährt man oft erst nach dem Wochenende, dass diejenigen »im echten Leben« richtig seriöse Jobs haben – ganz ohne Glitzer oder Farbe im Gesicht. So ein paar Tage im eigenen kleinen Festivalkosmos – das ist voll mein Ding.

4. Was macht ein Festival für dich unvergesslich?

Die Festivalcrew! Denn mit ihr ist es wie mit der Band auf der Titanic. Die Festivalcrew trotzt Wind und Wetter und allen anderen Widrigkeiten. Sie singt »My heart will go on«, während Petrus die unerwarteten Beats des Sommers auflegt – natürlich inklusive Strobo-Show – und während sich ein Bach den Weg durch das Camp bahnt. Wenn die Pavillons abheben, das Wasser von oben in die Gummistiefel läuft und man sich fühlt, wie in einem Endzeitfilm, stimmt wenigstens noch die Gesellschaft.

5. Wie verbringst du deine Freizeit denn ansonsten gerne?

Ich gehe gern zu den Spielen von medi bayreuth, ab und zu mal auf ein Konzert, besuche übers Wochenende andere Städte und ich unternehme gern was mit Freunden. Das klingt jetzt wie so ein Standardeintrag in einem Freundebuch. Aber es ist wirklich so (lacht). Außerdem liebe ich gutes Essen, ich koche und backe gern … Gelungene Backexperimente bringe ich dann meistens mit in den Turm, weil so ein Stück Kuchen den Tag immer besser macht. Vielleicht kann ich als gute Kuchenfee ein bisschen Karma sammeln.

6. Was wissen einige deiner Kollegen nicht über dich?

Dass ich ein kleiner Sprachen-Nerd bin. Ich habe irgendwann für mich beschlossen, dass es doch nur logisch wäre, wenn ich Länder bereise, mich in jeder Landessprache ein bisschen verständigen zu können. Ich finde das einfach schön und es zeigt auch einen gewissen Respekt gegenüber den Landsleuten. Inzwischen habe ich viele Sprachen wieder fast verlernt, aber für die Basics reicht es noch. Und die ein oder andere Sprache kommt mir auch bei der Arbeit zugute. Meine Forschungssprache im Master war immer überwiegend Englisch. Wenn wir dann für einen Kunden mit internationaler Ausrichtung das Textkonzept auf Englisch entwickeln, ist das natürlich ein Bonus. Außerdem macht’s mir Spaß.

7. Welche Sprachen hast du denn noch gelernt – mal unabhängig davon, wie viel du noch beherrschst?

In der Schule neben Englisch noch die Klassiker Latein und Französisch. Später aus eigenem Antrieb im Studium oder Sprachkursen außerdem Arabisch, Italienisch, Griechisch und Türkisch. Für Smalltalk oder um Essen zu bestellen, reichen meine Kenntnisse in den Sprachen jedenfalls noch! Und das ist ja mal die Hauptsache.

8. Wir haben ja neun Prinzipien, nach denen wir arbeiten und handeln. Welches davon ist deins?

Schwierige Entscheidung, aber: »Stay hungry«. Gerade im Bereich Text und Konzeption denkt man sich immer wieder in komplett neue Themen, Branchen und Zielgruppen ein. Ob für eine neue Marke, einen Markenrelaunch oder im Employer Branding – alles hat seine eigene Herausforderung. Und das macht diesen Job so spannend. Es ist unglaublich, wie viel man dabei lernt und ich finde es toll, wie man sich nicht nur einzeln, sondern auch als Team weiterentwickelt. Hier und da ein High Five macht außerdem Laune (lacht).

Danke, Romina … weitermachen!