Azubi-Ausflug in die Druckerei Pauli

Am 8. August hatten wir, die Azubis von OPUS, die Möglichkeit hinter die Kulissen einer Druckerei zu schauen. Die Druckerei Pauli Offset Druck mit Sitz in Treuen und Oberkotzau gab uns einen sehr detaillierten Einblick in ihr tägliches Geschäft – den Offset-Druck.

Nach einer guten Stunde Fahrt nach Treuen, zu einem der beiden Pauli-Standorte, wurden wir herzlichst empfangen. Der Familienbetrieb und seine Entwicklung besteht bereits seit 1922. Nachdem das Druckereigebäude in Oberkotzau zu klein wurde, wurde ein weiterer Betrieb in Treuen/Vogtland eröffnet. Der Standort Treuen ist für den Offstet-Druck im Allgemeinen zuständig. In Oberkotzau findet dann die Verarbeitung mit Konfektionierung und Verpackung statt.

Dann ging es auch schon los…

Die Druckvorstufe

Das Büro – die erste Abteilung, in der unsere Druckdaten landen. Dort werden sämtliche Daten, welche später für den Druck benötigt werden, in ein Computerprogramm eingegeben. Mithilfe der Software können Falze, verschiedene Bindungsarten (Rückstichheftung/Klebebindung) oder Beschnitte bestimmt werden. Interessant war für uns, wie die Farben des Farbraums CMYK zu mischen sind, um ein tiefes Schwarz zu erhalten. Welches dann gleichzeitig auch noch druckbar sein muss.

Wie erstellt man eine Druckplatte? Dafür wird die Druckdatei in die vier Grundfarben aufgeteilt. Für jede Farbe wird eine eigene Platte erstellt. Eine Maschine belichtet die beschichtete Druckplatte mittels Laser.

Der Druck

Der Drucker nahm sich viel Zeit für uns und erklärte uns Aufbau und Funktionsweise der Druckmaschine. Sie ist aufgeteilt in vier Farbwerke und besitzt zudem eines für Sonderfarben sowie eines für Lackfarben. Die Farbwerke funktionieren mit Wasser. Das Wasser wird dünn auf die eingelegten Druckplatten aufgetragen. Auf den Bereichen der Platte, die belichtet wurden, perlt das Wasser ab. Die restliche Platte wird angefeuchtet. Es gilt also das Prinzip, dass sich Fett und Wasser abstoßen. Wird die Druckplatte nun von der Farbwalze mit Farbe versehen, bleiben die feuchten stellen farbfrei.

Nach der Einführung schaltete der Drucker die Maschine an und wir konnten sie live in Aktion erleben.

Die Verarbeitung

Am Standort Oberkotzau der Druckerei Pauli angekommen, erfuhren wir einiges zum Thema Verarbeitung. Wir sahen uns an, wie eine Broschüre oder ein Flyer zugeschnitten wird und was dabei zu beachten ist. Die Druckbögen müssen winkelgenau aufeinandergelegt und mit einer speziellen Schneidmaschine zugeschnitten werden. Mit welcher Gerätschaft Falz- und Rückstichheftungs-Vorgänge möglich sind, konnten wir uns ebenfalls ansehen. Dazu gibt es spezielle Falz- und Klammermaschinen. Besonders gefallen hat uns, dass wir einzelne Druckprodukte in mehreren Stadien ansehen konnten. Von der Druckvorstufe bis zur Weiterverarbeitung. Somit konnten wir uns die Umsetzung eines Projektes besonders gut vorstellen.

Uns wurde auch in den Buchdruck Einblick gegeben. Wir sahen uns alte Maschinen an, welche früher jede Seite einzeln druckten. Buchstabe für Buchstabe musste in ein Raster gelegt werden. Als Teil der Druckereigeschichte hat Familie Pauli die alten Maschinen und Buchstaben aufbewahrt. Wir fanden das sehr bemerkenswert.

Nach der Führung hatte Familie Pauli für uns Brotzeit vorbereitet. Wir saßen alle gemütlich zusammen und ließen uns die leckeren Brötchen schmecken.

Der Ausflug zur Druckerei Pauli war für uns sehr aufschlussreich. Wir haben alle sehr viel dazu gelernt. Auf was man achten muss, wenn man Druckdaten erstellt, ist uns jetzt noch klarer geworden. Dann kommt das Produkt am Ende auch so raus, wie man es sich vorgestellt hat.

Danke für eure Zeit, liebe Familie Pauli. Ihr seid ein tolles Team!
Auf ein baldiges Wiedersehen.

Die OPUS-Azubis