Was kreatives bitte

Ein Praktikum zur Berufsorientierung? Alles klar, dann aber etwas Kreatives bitte! Annelie Zettl hat in der vergangenen Woche ein Praktikum bei OPUS absolviert. Auf der Suche nach einem spannenden Job und ersten Berufseinblicken, ist die Achtklässlerin bei uns in der Kreation gelandet. Wir haben der 13-jährigen Schülerin zum Abschluss einige Fragen gestellt.

Wieso hast du dich ent­schieden, ein Praktikum bei OPUS zu machen?

Ich habe in den vergangenen Jahren schon ein paar Praktika gemacht. Eins davon habe ich auch schon in einer Agentur gemacht. Jetzt hatten wir in der Schule die Wahl: Entweder ein freiwilliges, einwöchiges Praktikum machen oder in die Schule gehen. (lacht) Ich wollte mir dann gerne noch eine zweite Agentur anschauen, jede Agentur ist ja anders. Darauf gekommen bin ich, weil ich kreative Berufe ausprobieren will. Im Moment interessiere ich mich besonders für die Berufe Mediengestalter und Grafikdesigner.

Was interessiert dich an der Arbeit in einer Agentur besonders?

Ich will allgemein schauen, welche Berufe es überhaupt gibt. Und wie es in den kreativen Berufen zugeht. Ob das so ist, wie man es sich vorstellt, oder ob das dann doch anders ist. Ich habe gedacht, dass Mediengestalter vor allem mit solchen Zeichenpads arbeiten und den ganzen Tag malen und gestalten. Es hat sich aber gezeigt, dass sie auch viel mit Texten arbeiten. Und dass auch Logos entworfen werden, die ganz schlicht sind. Bei vielen Projekten muss vor dem Gestalten erst umfangreich geplant werden.

Was hast du die Woche über gemacht?

Meine größte Aufgabe stand im Zusammenhang mit einem Werbespot für einen Kunden. Ich habe Skizzen gezeichnet, wie die verschiedenen Szenen des Spots aussehen könnten. Also wie das Kamerabild sein soll. Die Skizzen sind dann neben den Texten Teil vom Storyboard. Damit können sich alle am Filmdreh beteiligten Personen genau vorstellen, wie die Szene umgesetzt werden soll. Insgesamt habe ich ungefähr 30 Skizzen gezeichnet.

Dann habe ich mich noch mit dem Programm Photoshop beschäftigt und mit einem Zeichenpad verschiedene Sachen ausprobiert. Dafür habe ich ein Foto von einem Hund bearbeitet. Etwas Vorwissen hatte ich durch mein erstes Praktikum in einer Agentur. Dort habe ich zwar nicht mit Photoshop, sondern mit Illustrator gearbeitet, die Werkzeuge sehen in beiden Programmen aber ähnlich aus. Photoshop ist in der Bedienung sogar etwas leichter, weil ich da keine Pfade habe, auf die ich achten muss.

Was nimmst du aus deinem Praktikum mit?

Ich habe in den verschiedenen Abteilungen kleine Interviews geführt, um alle Berufe in der Agentur kennen zu lernen. Jetzt habe ich eine Ahnung davon, wie viel Arbeit hinter einzelnen Projekten steckt. Auch wenn man etwas fertig hat, muss man immer wieder darüber schauen und weiter daran arbeiten. Und dann auch bei anderen Personen eine Meinung einholen. In den ganzen Projekten und der Absprache mit den Kunden steckt ganz schön viel Zeit. Am meisten Spaß gemacht hat mir das Rumprobieren mit Photoshop und dem Zeichenpad.

Und, was sagst du? Ist das was für dich?

Ja, ich denke schon. Es hat mir auf jeden Fall viel Spaß gemacht. Allerdings hätte ich in meinem Beruf später gerne etwas mehr Bewegung, man sitzt ansonsten ganz schön viel vor dem Computer. Und am liebsten würde ich viel mit dem Zeichenpad arbeiten.

Und jetzt noch was Persön­liches. Was machst du so in deiner Freizeit?

Ich zeichne und male total gerne. Am liebsten mit Aquarellfarben, Markern oder Pastellfarben. Und dann kümmere ich mich gerne um meine Haustiere, ein paar Stabschrecken. Ich habe ihnen zum Beispiel ein Klettergerüst fürs Terrarium gebaut. Wahrscheinlich reichen denen auch ein paar Äste, aber ich habe schon immer gerne etwas mit eigenen Händen gemacht. Als Kontrastprogramm fahre ich Inliner, Shorttrack und mache Speedskating (lacht).

Danke, liebe Annelie! Wir haben uns gefreut, dir verschiedene Berufe in einer Markenagentur zeigen zu können und wünschen dir alles Gute!