BusinessOpusSustainabilityInsideBranding, 10.07.2026

Bye-bye Greenwashing: Was die EmpCo-Richtlinie für Ihr Marketing bedeutet

Klimaneutral. Nachhaltig. Umweltfreundlich. Drei Wörter, die ziemlich inflationär auf Werbemitteln, Verpackungen und Websites kleben. Ab dem 27. September 2026 ist damit Schluss. Die EmpCo-Richtlinie der EU verlangt bei Öko-Versprechen handfeste Beweise. Und betrifft damit so gut wie jedes Unternehmen, das an Endkundinnen und -kunden verkauft.

Was dahintersteckt? Was jetzt zu tun ist? Und wie wir dabei helfen? Los geht’s.

Was ist die EmpCo-Richtlinie?

EmpCo steht für „Empowering Consumers for the Green Transition“. Kurz: Die EU zieht Greenwashing den Stecker. Vage Behauptungen wie „nachhaltig“ oder „klimaneutral“ reichen ab 27.09.2026 nicht mehr. Es braucht Belege – und zwar spezifische, aktuelle und von unabhängiger Seite überprüfbare. Ein Beispiel: Aus „nachhaltig produziert“ wird künftig „CO₂-Reduktion um 30 % seit 2023, zertifiziert durch [Prüfstelle]“. Pauschale Aussagen ohne Zahl, Zeitraum oder Nachweis fallen raus.

 

Wer ist von der Empowering Consumers Directive betroffen?

Grundsätzlich gilt: Wer an Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU verkauft oder kommuniziert, ist betroffen. Website, Shop, Verpackung, Social Media, Kampagne – überall, wo mit Umwelt oder Nachhaltigkeit geworben wird, zählt’s.

Und wenn ich reines B2B-Geschäft mache? Dann sind Sie nicht automatisch raus. Auch klassische B2B-Mittelständler kommen in Berührung mit EmpCo, sobald:

  • ihre Produkte am Ende bei Endverbraucher:innen landen (z. B. Zulieferteile in Hygiene-, Automotive- oder Konsumgütern),
  • die Karriereseite oder Recruiting-Kommunikation mit Nachhaltigkeitsclaims arbeitet, die sich an eine breite Öffentlichkeit richten,
  • oder Tochtermarken, Produktlinien oder Länder-Websites einen B2C-Anteil haben.

Kurz: Auch wenn Ihr Kerngeschäft B2B ist, lohnt sich ein Blick auf alle Touchpoints, die – und sei es indirekt – vor Konsument:innen landen.
erbraucherinnen und Verbraucher in der EU verkaufen und kommunizieren. Website, Shop, Verpackung, Social Media, Kampagne – überall, wo mit Umwelt oder Nachhaltigkeit geworben wird, zählt’s. Branche, Größe? Egal.

Was passiert bei Verstößen gegen die EmpCo-Richtlinie?

Was ab September nicht mehr durchgeht: pauschale Begriffe ohne Nachweis. Zukunftsversprechen ohne Plan. Siegel ohne unabhängige Zertifizierung. Augen zu und weiter wie bisher? Riskant. Es drohen Abmahnungen, Unterlassungsklagen und Bußgelder von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes.

Die gute Nachricht: Wer jetzt handelt, hat die Nase vorn. Klare, belegbare Kommunikation schafft Vertrauen. Und einen ordentlichen Vorsprung vor allen, die das Thema einfach aussitzen wollen.

Kurzer Disclaimer: Wir sind Kommunikationsprofis, keine Anwälte. Ob und wie stark Sie betroffen sind, klären Sie am besten rechtssicher ab. Wir kümmern uns um Ihren Content.

Klare Inhalte statt Greenwashing. Mit der EmpCo-Analyse von Opus.

Wir schauen uns Ihre Website oder ein anderes Medium Ihrer Wahl an. Checken Text und Bild – inklusive Siegel, Icons und visueller Nachhaltigkeitsclaims – auf kritische Stellen. Und liefern konkrete Handlungsempfehlungen statt vager Warnungen.

  • Analyse. Wir prüfen Ihre Inhalte auf EmpCo-Konformität – Text und Bild.
  • Empfehlung. Sie bekommen klare, priorisierte To-dos.
  • Umsetzung. Auf Wunsch übernehmen wir diese direkt – von der punktuellen Content-Korrektur bis zur Justierung Ihres Markenkerns, falls Purpose oder Werteversprechen selbst zur Diskussion stehen.

Der Umfang richtet sich nach Ihrer Ausgangslage: Für eine einzelne Landingpage reicht oft ein fokussierter Claims-Check. Bei einem kompletten Webauftritt mit mehreren Sprachversionen wird daraus ein strukturiertes Projekt – das besprechen wir transparent, bevor es losgeht.

Objektiv, fundiert, auf den Punkt. Sie wissen, wo’s brennt – und was zu tun ist. Die EmpCo-Analyse ist kein oberflächlicher Check, sondern Teil einer ganzheitlichen Optimierung: Aus Content wird Bewertung, aus Bewertung wird Empfehlung, aus Empfehlung wird besserer Content. Übrigens: Unsere EmpCo-Analyse lässt sich direkt mit dem passenden Sustainability Branding für Ihr Unternehmen kombinieren, wenn nicht nur einzelne Claims, sondern Ihr Markenversprechen insgesamt auf den Prüfstand soll.

Keine Zeit verlieren!

Sicher ist: EmpCo gilt ab dem 27. September 2026. Variabel ist: wie viel Vorlauf Sie sich geben. Belege, Zertifizierungen und Freigaben brauchen Zeit – wer jetzt startet, hat Raum für eine saubere Prüfung statt Hals-über-Kopf-Aktionismus kurz vor knapp.

Preach what you practice. Belegbar und überzeugend.

Say Hi
to Amelie.

Amelie Stübinger

Senior Project Consultant
+49 921 79970-41
a.stuebinger@opus-marketing.de
Laptop Icon mit Gesicht hält einen Herzluftballon in der Hand; Ansprechpartner Career bei Opus Marketing
Amelie Stübinger von Opus steht vor einem Maisfeld und bläst Seifenblasen; People; Branding-Agentur Bayreuth
Zurück zur Übersicht