Der Mensch 1.0 in der digitalen Welt 4.0

Die staatliche Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (FüAk) hat OPUS eingeladen, einen Vortrag zur Digitalisierung zu halten. Im Fokus standen die aktuellen Trends für den Ernährungsbereich in der digitalen Welt. Und damit auch die Möglichkeiten und Potentiale, welche sich durch die Digitalisierung ergeben. Seit Jahren im Ernährungsmarketing aktiv, beschäftigen wir uns gemeinsam mit Unternehmen aus der Industrie, dem Handwerk sowie der öffentlichen Hand mit den relevanten Zukunftsthemen. Sowohl für Politik als auch für Unternehmen ergeben sich gerade im digitalen Bereich zahlreiche Chancen und Risiken.

Welches Um­denken erfordert die Digitali­sierung im Ernährungs­bereich?

Die digitale Welt: plötzlich reden alle von Individualität, Agilität und Variabilität. Aber was heißt das für die Verbraucher und den Markt genau? – Die Digitalisierung ermöglicht ein flexibles und schnelles Reagieren auf die Umwelt, den Markt und die Konsumenten. Dadurch verändert sich das Leben und auch die Ernährung grundlegend. Die Erfahrung zeigt, dass die Verbraucher bestimmen, wohin uns die Reise in Zeiten der Digitalisierung führt. Vor allem die Themen Glaubwürdigkeit und Informationspolitik spielen für die Konsumenten eine große Rolle.

Was ist die nächste Stufe der Ernährungs­revolution?

Die Vergangenheit macht deutlich, dass jeder technische Fortschritt die Ernährungsweise der Menschen nachhaltig verändert. Man versetze sich nur mal in die Zeit von vor 100 Jahren, in welcher es noch keine modernen Kühlschränke auf dem Markt gab. Einkaufen auf Vorrat, vor allem leicht verderbliche Lebensmittel, war undenkbar. Der Kühlschrank hat den Speiseplan erweitert und auch das Einkaufsverhalten beeinflusst.

Heute blicken wir auf eine Vielzahl von Trends, die die Ernährung der Zukunft aufzeigen und voranbringen:

  • Personalisierte Ernährung: Es werden individuelle Speisepläne und Gesundheitsprogramme zusammengestellt. Sie stützen sich auf die DNA einer jeweiligen Person und die Fortschritte der künstlichen Intelligenz (KI).
  • Besorgung von Essen: Auch hier eröffnet die Digitalisierung neue Wege. Lebensmittel können beispielsweise via Smartphone bestellt und anschließend zu Hause angeliefert werden.
  • Intelligente Nahrungsproduktion und Ressourcenverwendung: KI wird bereits dazu genutzt, die Nahrungsproduktion nachhaltig zu optimieren. Die entscheidende Frage hier: Wie ernähren wir die Welt, ohne den Planeten zu zerstören? Ein schönes Beispiel ist The Yield. Das System hilft Landwirten, lokalisierte Vorhersagen zu treffen und den optimalen Zeitpunkt zum Pflanzen, Bewässern und Ernten zu bestimmen.

Die staat­liche Führungs­akademie

Die FüAk veranstaltet regelmäßig Tagungen und Fortbildungen. Teilnehmer sind Vertreter der 47 Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayern. Vor allem die Ernährungsbildung der Endverbraucher und Themen, die die Landwirte aktuell beschäftigen, stehen im Fokus. Die Informationen und Erkenntnisse werden dann in den jeweiligen Landkreisen an die Endverbraucher und Landwirte weitergegeben. Dies geschieht beispielsweise im Rahmen von Schlungen, Seminaren oder Kochkursen.