Von Brettljausn und Grangnwasser

Manchmal werden wir gefragt, ob wir eigen sind? Oh ja, und wie! Das nehmen wir aber als Kompliment. Wie eigen wir sind, zeigt sich an jedem einzelnen OPUSianer. Aus einem kleinen Dorf in Österreich kam Franz zu uns in den Turm. Heute erzählt er uns, wie seine perfekte Radtour aussieht und was es mit Brettljausn und Grangnwasser auf sich hat.

1. Wie kam es denn, dass du den weiten Weg von Österreich nach Bayreuth angetreten bist?

Ich war vor meiner Zeit bei OPUS sechs Jahre in einem Einzelunternehmen angestellt. Dort habe ich viel gelernt und die Arbeit hat mir auch immer viel Spaß gemacht. Jedoch hat sich danach ein wenig der Alltag breitgemacht und ich wollte gerne in einem größeren Team arbeiten. Ich musste nochmal etwas neues wagen. Im Herbst 2019 bin ich dann für ein halbes Jahr nach Südamerika gereist, habe dort gearbeitet und Spanisch gelernt. Ich habe viele neue Eindrücke gesammelt, neue Freunde gefunden, und mehr Schweizer gesehen als in meinem gesamten Leben zuvor. 🙂 OPUS habe ich in den vergangenen Jahren schon ein wenig kennengelernt. Nach meiner Heimreise habe ich dann recht spontan auf ein Stellenangebot von OPUS reagiert, meine Koffer gepackt und stand fünf Stunden später in Bayreuth. Dann ging alles recht schnell. Ich habe super Arbeitskollegen und in Bayreuth eine kleine Stadt gefunden, die für mich als Landkind kontrasttechnisch noch verträglich ist.

2. Hand aufs Herz – wie groß war der Kulturschock?

Kleiner als gedacht… Anfangs hat es mich angestrengt immer Hochdeutsch (bzw. dialektfreies Österreichisch) zu sprechen. Und es kommen mir immer wieder Worte über die Lippen, die es so im Deutschen scheinbar nicht gibt. Corona hat natürlich die ersten paar Monate nicht unbedingt leichter gemacht, aber ich glaube, da werde ich in Zukunft noch einiges nachholen können. Auch das Leben in einer WG war eine kleinere Hürde als gedacht und ich genieße vor allem in dieser Zeit die Gesellschaft meiner Mitbewohner. Ich habe zwar inzwischen gelernt, dass Bayern doch größer ist, als ich gedacht habe und dass die Franken keine Bayern sind, sondern Franken, aber auch, dass die Leute hier genau so nett sind wie zuhause.

3. Du bist ja leidenschaftlicher Mountainbike Fahrer. Wo geht das besser? In den oberfränkischen Gebirgen oder den österreichischen Alpen?

Um ehrlich zu sein vermisse ich die Berge fürs Mountainbiken. Ich bin immer froh, wenn ich einen Berg hochfahre und auf halber Stecke weiß: Zuhause bin ich in ein paar Minuten und anstrengend ist es auch nicht mehr. Hier in Oberfranken ist alles weitläufiger und eine Radtour geht schnell mal 50km. Was mir am Mountainbiken in Oberfranken gefällt sind die vielen Routen, die sich in alle Richtungen ausbreiten. Teilweise ist es ziemlich abenteuerlich durch die Wälder auf Wegen zu fahren, die für Fußgänger und Wanderer gemacht sind. Aber genau diese Wege habe ich in Oberfranken lieben gelernt.

4. Was fehlt dir am meisten aus deiner Heimat?

Natürlich Familie, Freunde und die Berge. Vor allem jetzt im Winter fehlt auch ein bisschen der Schnee, obwohl es ja auch in Bayreuth schon mal weiß war. Aber es ist definitiv eine überwindbare Distanz und so versuche ich, zumindest einmal im Monat für einen Woche Home Office zu machen, um meine Freunde und Familie zu treffen. Und wenn noch Zeit bleibt mache ich gerne noch eine kleine Rad- oder Wandertour.

5. Erzähl uns, wie für dich die perfekte Radtour aussieht?

Definitiv geht es relativ früh los. Ein kleines Frühstück darf nicht fehlen. Am liebsten bin ich mit Freunden unterwegs. Das Mindestziel, meistens eine Hütte mit Bewirtung, wird vorher abgesprochen und dann fahren wir los. Es darf zum Schluss auch gern ein wenig zäh werden, aber der Gedanke an die Brettljausn (Brotzeit) und das Grangnwasser (Wasser mit Preiselbeermarmelade) treiben uns bis zum Ziel. Nach der Stärkung geht es dann auf dem Rückweg noch zu einem See für eine Abkühlung. Idealerweise sind wir dann am frühen Nachmittag wieder zu Hause und dann ist erstmal Entspannung angesagt.

6. Wie verbringst du sonst gerne deine Freizeit?

Ich gehe im Sommer sehr gerne mit Freunden wandern. Das Reisen habe ich in den letzten Jahren für mich entdeckt. So darf es auch gern mal ein Wochenendtrip nach Paris sein oder ein Tagesausflug nach Lignano. Wenn das Wetter nicht mitspielt, verbringe ich meine Zeit auch gerne mal mit Computerspielen oder lese ein Buch. Außerdem koche ich gerne und probiere da Neues aus.

7. Wir haben ja neun Prinzipien, nach denen wir arbeiten und handeln. Welches davon ist deins?

Das ist keine schwere Frage. Definitiv der Spaßfaktor bei der Arbeit und mit den Arbeitskollegen. Der Austausch untereinander und die Kleinigkeiten, die den Arbeitsalltag versüßen. Sei es das »Guten Morgen« mit einem Lächeln am Empfang oder die Freude, wenn ein Problem im Team doch noch gelöst werden konnte. Wenn die Stimmung gut ist, dann können wir auch die größten Hürden überwinden. Davon bin ich überzeugt.

DANKE FRANZ … WEITERMACHEN!