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Recruiting und die Generation Z: Wie Sie sie erreichen

Baby Boomer, Generation X, Millenials und jetzt die Generation Z – jede Generation bringt ihre eigenen Ideale und Interessen mit. Diese zu kennen und zu verstehen, ist nicht nur im sozialen Miteinander wichtig. Vor allem Unternehmen profitieren davon, um beim Recruiting die richtige Zielgruppe zu erreichen. Was steckt also hinter der Generation Z, über die sich HRler aktuell den Kopf zerbrechen?

Was die Gen Z bewegt

Die Digital Natives von morgen

Nirvana, Windows 95 und Deutschland als Fußball-Europameister – Dinge, die die Generation Z nicht bewusst miterlebt hat. Denn sie sind die Kids der späten 90er, aufgewachsen zwischen 9/11 und Weltfinanzkrise. Die technischen, politischen und ökonomischen Entwicklungen dieser Zeit haben die Gen Z geprägt. Und sie verraten viel darüber, welche Einstellungen sie vertritt.

Die Generation Z ist mit Internet, Tablet, Smartphone und Co. groß geworden. Das macht sie zu Digital Natives. Der Umgang mit digitalen Medien gehört seit Kindestagen zu ihrem Alltag. Ihr Wissen beziehen die jungen Menschen eigenständig über Instagram, Google, TikTok und YouTube.

Wer mit digitalen Medien aufwächst, für den ist der uneingeschränkte Zugang zu Informationen und Kontakten selbstverständlich. Frühere Generationen mussten unterwegs nach Telefonzellen Ausschau halten oder wochenlang auf einen Brief von der Urlaubsbekanntschaft warten. Die Gen Z ist es schon immer gewohnt, Reaktionen und Antworten in Sekundenschnelle zu erhalten – auf die Story, den Post, den Kommentar, die Nachricht. Empfehlungen und Meinungen gibt’s von Influencern und Google-Rezensionen. Das hat auch Einfluss auf Ihr Unternehmen. Dazu später mehr.

Selbst­verwirklichung – beruflich wie privat

Sich selbst zu verwirklichen, ist für die Gen Z ein bedeutsames Thema. Denn: Sie hat eine klare Haltung. Politische Themen sind omnipräsent und junge Menschen beziehen dazu Stellung wie selten zuvor – siehe Fridays for Future und Letzte Generation. Die Gen Z sagt, was sie denkt, und nimmt die Dinge selbst in die Hand. Sie will sich verwirklichen, privat wie beruflich. Arbeit und Privatleben sollen daher gar nicht voneinander getrennt sein. Ihr Beruf soll sie erfüllen und mit ihren privaten Interessen übereinstimmen. Sich darin ausleben zu können, Ideen einzubringen, die am Ende etwas bewegen – das ist das große Anliegen der Gen Z.

Was Sie fürs Recruiting wissen sollten

Die Generation Z zu kennen, ist fürs Recruiting enscheidend. Der Fachkräftemangel bewirkt, dass eine große Anzahl an Jobs unbesetzt ist. Gerade Ausbildungsbetriebe haben Schwierigkeiten, junge Leute zu finden, weil der Großteil weiterhin ein Studium bevorzugt. Die Ideale und Werte der Gen Z in die Jobausschreibungen einfließen zu lassen, kann helfen. Das Employer Branding des Unternehmens jetzt komplett auf die Gen Z auszurichten, ist dennoch sinnlos. Versuchen Sie im Recruiting einen Perspektivwechsel: Was sucht die Gen Z im Berufsleben? Greifen Sie gezielt diese Punkte auf und suchen Sie nach Schnittpunkte mit den Anforderungen Ihres Unternehmens. Folgende Punkte können dabei helfen:

Authentizität und Online-Präsenz

Zeigen Sie, wer Sie wirklich sind. Im Recruiting sind leere Versprechungen ein No-go. Auch ellenlange Benefits-Listen machen’s nicht besser. Wer seinen wahren USP kennt und weiß, was einen als Arbeitgeber besonders macht, kann diese Punkte gezielt spielen. Somit gibt es auch in Vorstellungsgesprächen keine bösen Überraschungen. Authentizität ist hierbei das A und O. Ihre Arbeitgebermarke sollte Ihre Unternehmenskultur widerspiegeln.

Die Gen Z holt sich nahezu alle Informationen online und ist hier auf unterschiedlichen Kanälen vertreten. YouTube, Instagram, TikTok, Discord, in seltenen Fällen auch noch Facebook. Um sie zu erreichen, müssen Sie nicht auf jeder Plattform vertreten sein. Eine aktuelle, ansprechende Website mit allen Informationen rund um die Stelle und Bewerbung ist der Grundbaustein. Hier zählt: je einfacher die Bewerbung, desto besser. Verwenden Sie ein einfaches Formular und machen Sie es den Bewerber:innen so unkompliziert wie möglich.

Social-Media-Kanäle sind unerlässlich, klar. Aber konzentrieren Sie sich lieber auf wenige Kanäle, in die Sie Aufwand stecken, anstatt überall nur halbherzig vertreten zu sein. Verzichten Sie dabei auf Stockbilder und eine zu statische Präsentation. Die Aufmerksamkeit der Bewerber:innen und der Gen Z gewinnen Sie auf Social Media vor allem mit Bewegtbild. Für mehr Authentizität können Sie Ihre Mitarbeitenden als Markenbotschafter einbinden (Personal Branding). Das macht Sie als Arbeitgeber nahbarer und persönlicher. Und die Bewerber:innen haben ein konkretes Bild ihrer zukünftigen Kolleginnen und Kollegen vor Augen.

Auch Bewertungsplattformen wie kununu spielen bei der Online-Präsenz als Arbeitgeber eine gewichtige Rolle. Denn um sich ein Bild von Ihrem Unternehmen zu machen, lesen sich potenzielle Bewerber:innen durch, was (ehemalige) Mitarbeiter:innen über Sie schreiben. Das betrifft alle Altersklassen, nicht nur die Gen Z. Deshalb sollten Sie diese Plattformen unbedingt pflegen und dort aktiv sein.

Kommunikation und Work-Life-Balance

Die Generation Z legt großen Wert auf schnelle, direkte Kommunikation. Damit sind sie aufgewachsen. Das ist auch fürs Recruiting von Bedeutung. Bewerbungen sollten zügig bearbeitet und beantwortet werden. Haben Sie dann eine:n Bewerber:in erfolgreich eingestellt, ist auch die Kommunikation am Arbeitsplatz entscheidend. Die Gen Z erwartet schnelles und konstruktives Feedback zu ihren To-dos. Denn sie wollen sich hier stetig weiterentwickeln. Junge Menschen setzen eine offene, ehrliche Kommunikation voraus. Dabei helfen flache Hierarchien. Beziehen Sie Azubis und junge Mitarbeitende in Entscheidungen mit ein und geben Sie ihnen eine Stimme!

Auch wenn die Gen Z nach Selbstverwirklichung im Beruf sucht, so fordert sie auch bewusste Entspannung und Work-Life-Balance. Wenn bei Ihnen die 40-Stundenwoche mit starren Arbeitszeiten und Anwesenheitspflicht vorherrscht, schneiden Sie im Vergleich zu anderen Arbeitgebern vermutlich schlechter ab. Für junge Leute sind das keine attraktiven Arbeitsbedingungen. Den Beruf an das Leben anzupassen, das ist das Motto. Gleitzeit, 4-Tage-Woche und flexible Arbeitszeiten geben der Generation Z genügend Freiraum, ihren privaten Interessen nachzugehen.

Wieso ein Purpose wichtig ist

Wir verbringen im Schnitt 40 Stunden pro Woche in unserem Beruf. Das Thema Work-Life-Balance erhält dadurch einen immer größeren Stellenwert. Gerade die junge Generation sucht nach Erfüllung und einem Sinn in dem, was sie tun. Stichwort: Arbeiten, um zu leben. Um die Gen Z (und auch andere Mitarbeitende) an Ihr Unternehmen zu binden, hilft oftmals ein gemeinsames Ziel: der Purpose. Was sich hinter einem Purpose verbirgt und warum dieser wichtig ist, haben wir bereits hier erklärt:

 

Die Notwendigkeit eines Unternehmenssinns

 

Der Sinn und Zweck des unternehmerischen Handelns. Durch ihr hohes politisches und soziales Engagement möchte die Gen Z auch im beruflichen Kontext etwas bewegen und verändern können. Einem Purpose zu folgen, der von Unternehmenswerten getragen wird, macht das greifbarer. Regelmäßige Firmenevents und Möglichkeiten zum projektbezogenen und privaten Austausch fördern nicht nur den Zusammenhalt und untermauern Ihre Werte. Sie bieten der Gen Z auch die Möglichkeit, sich zu engagieren.

Sie brauchen Inspiration, wie das mit dem Employer Branding aussehen könnte? Da hätten wir was:

 

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Philipp Scherer

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